Gesund & lecker: Artgerechte Fütterung von Wachteln

Nicht nur für Wachteln gilt: Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung fördert die Vitalität. Wohlgenährt und bedarfsgerecht gefüttert, verfügen Wachteln über gute Abwehrkräfte und legen regelmäßig Eier, die nicht zu groß oder zu klein sind. Bei der artgerechten Fütterung von Wachteln muss besonders auf einen optimalen Eiweißgehalt geachtet werden: Bei Eiweißmangel werden die Eier über die Zeit kleiner und die Legeleistung insgesamt sinkt; bei einem Überschuss an Eiweiß werden die Eier immer größer bis hin zum Phänomen der Doppeleier, in dessen Folge die Legeleistung ebenfalls sinkt. Zu große Eier können auch zu Legenot führen. Außerdem neigen Legewachteln bei zu viel Eiweiß dazu zu verfetten.

Wie sieht die artgerechte Fütterung von Wachteln aus? Welche besonderen Anforderungen stellen sie an ihr Futter – in der Legephase oder als Küken? Welches Grünfutter und welche Snacks sind erlaubt?

Anforderungen für ein gutes Grundfutter

Mit einem guten Alleinfutter für Wachteln macht man nichts falsch. Im Gegenteil, ein Bio-Legehennen-Alleinfutter bietet den Tieren alle wichtigen Nährstoffe in der optimalen Mischung für eine ausgewogene Nährstoffversorgung.

Das optimale Wachtel-Alleinfutter (Zusammensetzung, Struktur, Herkunft)

  • 16 bis 18 % Rohproteingehalt für erwachsene Legewachteln in der Legephase
  • Ausreichend Kalzium: Kalziumbedarf von ca. 4 bis 5 % während der Legephase bezogen auf die Gesamtfuttermenge – ein Teil des Kalziumbedarfs kann auch über zusätzlich angebotenen Kalkgrit gedeckt werden
  • Weitere wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine
  • Wichtige Aminosäuren wie Methionin und Lysin sollten in ausreichender Menge enthalten sein
  • Möglichst keine künstlichen Zusatzstoffe: Einige konventionelle Futtersorten enthalten synthetisch, also künstlich hergestelltes Methionin. Das erkennst du daran, wenn das Methionin unter Zusatzstoffe gelistet ist. Bio-Futter enthält nur Methionin aus natürlichen Zutaten.
  • Am besten keine genetisch veränderten Zutaten – Bio-Futter ist immer GVO- frei
  • Mehl, Pellets und Getreidekörner in schnabelgerechten Happen: Legewachteln können ohne Probleme auch ganze Weizenkörner und Sonnenblumenkerne picken (ganze Maiskörner wären zu groß) und auch Pellets bis ca. 4 mm werden von Wachteln gerne genommen. Bei den Pellets kann es sein, dass die Wachteln einige Zeit üben müssen diese richtig zu picken, aber im Versuch haben Legewachteln die 4 mm Pellets dem gleichzeitig angebotenen Legemehl vorgezogen.
  • Aus Umweltgründen ist Futter aus möglichst regionalen Komponenten empfehlenswert
  • Kaufe dein Futter am besten in einem Shop mit genügend Durchsatz – dann bekommst du immer relativ frisches Futter. Bei altem Futter nimmt der Vitamingehalt irgendwann ab

Unsere Empfehlung: Bio-Wachtelfutter aus bevorzugt regionalen Komponenten mit kurzen Transportwegen, sorgfältigen Kontrollen und der gewünschten Frische des Futters.

Hier findest du hochwertiges Bio-Wachtelfutter aus unserem Shop. Mehl, Pellets und Aufzuchtfutter mit Oregano (rechts) und ohne sowie mit einem Kräutermix oder Hanf. Mit den besten Zutaten wie z. B. Weizen, Mais, Sonnenblumenkuchen, Erbsen, Hafer, etc. aus kontrolliert ökologischem Anbau und biozugelassenen Zusatzstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen. Grob geschätzt musst du ca. 1 kg Alleinfutter pro Wachtel und Monat einplanen.

Bio-Hühnerfutter, Wachtelfutter, Legehennenmehl 10 kg / 20 kg

Legewachteln brauchen hochwertiges Futter, um „genetisch angezüchteter“ Legeleistung gesund zu bleiben

Biofutter-Mehl mit Oregano-Öl

für Hühner und Wachteln 10 kg / 20 kg

Oregano kann das Immunsystemstärken, appetitanregend wirken und eine gesunde Verdauung fördern

 

Bio-Hühnerfutter und Wachtelfutter Pellets 10 / 20 kg

Bio-Legehennen-Pellets mit Oregano-Öl für Geflügel 10 kg / 20 kg

Durch die schonend und kompakt gepressten Pellets wird Futterselektion vermieden und einer Mangelernährung wirksam vorgebeugt. Auch Futterverschwendung wird so reduziert. Außerdem nehmen die meisten Wachteln lieber Pellets als Mehl.

Bio-Aufzuchtfutter, Mastfutter 10kg / 20 kg

Bio-Aufzuchtfutter /  Bio-Mastfutter mit Oregano-Öl 10 kg / 20 kg

Besonders proteinhaltiges Aufzucht- und Mastfutter, „verpackt“ in Futterkrümel, die von den Jungtieren gut aufgenommen werden können. Für die frisch geschlüpften Wachtelküken sollte das Futter anfangs z. B. mit Mörser oder Mixer noch weiter zerkleinert werden.

14 kg Bio Hühnerfutter Pellets mit Kräuterzusatz –zum Durchatmen

14 kg Bio Hühnerfutter Hanf-Pellets ohne Soja -nährstoffreich und aromatisch

14 kg Bio-Hühnerfutter Legemehl mit Oregano-Kräutermix

14 kg Bio-Hühnerfutter Pellets mit Oregano-Kräutermix

Profi-Tipp: Alle Naturlandfutter im 14 kg Sack sind Naturland zertifiziert, also garantiert aus besonders regionalen Komponenten

Warum nicht nur bei uns Oregano-Geflügelfutter so „in“ ist und die Tiere darauf „fliegen“ liest du hier:

Schlaubi Eileen

Profi-Tipp:

Es wird empfohlen, das Futter für Wachteln nicht selbst zu mischen, da es erfahrungsgemäß schwer ist, bei Eigenmischungen im Futter den richtigen Nährstoffmix zu erreichen und Vitamine, Spurenelemente etc. richtig zu dosieren. Etwaige Fehlernährungen werden erst nach einiger Zeit erkennbar.

 

Achtung Futterwechsel!

Der Wechsel des Futters soll grundsätzlich immer langsam vorgenommen werden, damit sich die Verdauung und auch die Wachteln selbst auf das neue Futter einstellen können. Bei Umstieg von Mehl auf Pellets am besten über ein paar Tage beides getrennt oder auch gemischt anbieten, damit die Wachteln sich umgewöhnen können.

Frisches Wachtelfutter (Grünfutter)

Um domestizierte Wachteln artgerecht zu füttern, lohnt es sich, auch das Futter der Wildformen unter die Lupe zu nehmen. Die halten sich fast nur am Boden auf und finden dort Insekten, Saaten, Beeren, Blätter – und reichlich frisches Grünfutter wie verschiedene Kräuter. Die im Grünfutter enthaltenen Vitamine fördern die Vitalität und Gesundheit der Tiere. Außerdem ergibt sich durch das Chlorophyll und die natürlichen Farbstoffe in den Pflanzenteilen ein satter Farbton des Eigelbs.

Gut geeignete Futterpflanzen (alles ungespritzt!) sind:

  • Klee
  • Löwenzahn
  • Luzerne
  • Hanf
  • Salatblätter oder kleine Salatköpfe hinlegen – die Wachteln beißen dann ab
  • Gurke & Zucchini in Scheiben können gut selbst gepickt werden
  • Fein geraspelte Karotte wird auch von Wachtelküken schon gerne genommen
  • Obst wie Apfel oder Melone in Stückchen in kleinen Mengen
  • „Wachtelhobby“ Kräuterzupfen – am besten ein Bund Kräuter im Stall befestigen: Oregano, Zitronenmelisse, Basilikum, Petersilie, Dill, Vogelmiere, Giersch & Löwenzahn (den gibts wirklich überall …) u. a.
  • Im Winter eignen sich Sprossen als Keimfutter gut als Vitaminlieferant: Sprossen lassen sich ziehen aus: Hafer, Weizen, Linsen, Erbsen etc.

Anleitung: Weizenkeime für den Winter herstellen
1. Lass die Bio-Weizenkörner über Nacht in lauwarmem Wasser bei Zimmertemperatur aufquellen
2. Die gut abgetropften Keime in einem Gefäß sorgfältig ausbreiten
3. Die Keime täglich z. B. in einem Sieb gründlich abspülen, um Schimmel vorzubeugen
4. Nach 3 Tagen können die Weizenkeime an deine Hühner verfüttert werden

 

Nicht geeignet als Grünfutter sind stark zuckerhaltige Obstsorten, da u. a. zu viel Zucker zur Verfettung führen kann, aber z. B. auch Kokzidien fördern kann. Auch gewürzte Küchenreste oder Grasschnitt (wegen der Gefahr von Kropfverstopfung) sollten nicht verfüttert werden.

Futterreste sollten regelmäßig aus dem Wachtelstall entfernt werden, um die Ansiedelung von gesundheitsschädlichen Keimen und Schimmel vorzubeugen. Das heißt, Grünzeug sollte so ausreichend bzw. sparsam gefüttert werden, dass es möglichst aufgefressen wird.

Artgerechte Fütterung von Wachtelküken

Die einfachste und auch sicherste Variante der Fütterung ist wieder ein Alleinfutter. Es kann ein gutes Hühner- bzw. Legehennenaufzuchtfutter für die Wachtelaufzucht und -mast verwendet werden. Beim Kauf des Wachtelfutters für Küken solltest du auf einen etwas höheren Rohprotein-Anteil achten, der bei ca. 18 bis max. 25 Prozent liegt. In der freien Natur ernähren sich wilde Wachtelküken in den ersten Tagen überwiegend von tierischem Eiweiß in Form von Insekten wie Fliegenpuppen und Ameisen sowie Armeiseneiern usw. In den ersten Tagen kann zusätzlich zum Aufzuchtfutter etwas hart gekochtes Hühner- oder Wachtelei in zerkleinerter Form gereicht werden. Auch gerieben Möhre oder fein gehackte Brennnesseln werden von Wachtelküken, die schon ein paar Tage alt sind, gerne genommen. Aber alles nur in Maßen zufüttern, um den gut ausgewogenen Nährstoffmix im Aufzuchtfutter nicht komplett durcheinander zu bringen.

Zum Ausprobieren:

Im Sommer kannst du einfach eine Schaufel Erde in den Stall schütten, aus der sich die Wachteln Ameisen, Kellerasseln sowie weitere Käfer und Insekten rauspicken können. Damit nicht alles quer im Stall verteilt wird, kannst du die Erde, ein Stück Grassode oder frischen Kompost auch in eine Sandbadewanne füllen. Deine Wachteln werden es lieben …

Futter für die Legepause

Auch während der Mauser im Spätsommer und im Frühjahr (Wachteln mausern zweimal!) sollte unbedingt das normale Legefutter weitergegeben werden, um die Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Etwas schmackhafte Bierhefe sorgt für Vitalität und schöne Federn. Aufgrund der geringeren Leistung kann man auch etwas Weizen oder Körnermischung bzw. geschrotete Körnermischung zufüttern. Wenn es sehr kalt ist, liefern eine kleine Menge Sonnenblumenkerne oder auch gutes Pflanzenöl übers Futter gegeben, zusätzliche Energie. Ein paar Vitamine in Form von Salat, frischen Kräutern oder auch als Tränkenzusatz stärken die Abwehrkräfte.

Schale zu dünn?

Wenn die Schalen der Wachteleier auffallend dünn sind oder Windeier auftreten – ohne dass die Wachteln gerade Stress ausgesetzt sind – wird wahrscheinlich ein Kalziummangel vorliegen. Dieser lässt sich gut und rasch behandeln, indem man die erschöpften Kalziumreserven mit Kalkfutter wieder auffüllt. Den natürlichen und leichtlöslichen Kalkgrit, in kleiner Korngröße als Kalkgries, oder aber auch als gröberen Kalkgrit (wie für Hühner) können Wachteln sehr gut aufnehmen. Auch die Kalkgritsteinchen im Badesand werden gerne aufgepickt.

Nachhaltig bis Trog und Tränke: unser Wachtelzubehör aus Recyclingkunststoff

  • Zu 100 % aus wiedergewonnenem, stabilem Kunststoff
  • Geschlossener Futter- bzw. Wassertank für Frische und Sauberkeit
  • Abnehmbare Füße (Trinkhöhe veränderbar, gegen Verschmutzung durch hereingescharrte Einstreu, Betrieb mit Tränkenwärmer ohne Füße möglich)

Die kompakten und sehr sozialen Wachteln werden als Haus- und Nutztiere im eigenen Garten immer beliebter. In der artgerechten Haltung sind sie noch ein Stück unkomplizierter als Hühner, was den Platzbedarf, die Anforderungen an Stall und Gehege und die Geräuschkulisse angeht. Für eine artgerechte Fütterung von Wachteln sind vor allem Einsteiger*innen gut damit beraten, fertig gemischtes und in den Nährstoffen perfekt ausbalanciertes Wachtelalleinfutter zu verwenden – am besten bio und regional. Frisches Grünfutter und (Winter)Leckerli wie selbstgemachtes Keimfutter machen Wachteln rundum satt und selig …

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