Dank Hühnerpatenschaft stets frische Eier

Es gibt Geschäftsideen, die sind witzig und genial zugleich. Dazu gehört sicherlich auch das Konzept der Huhnpatenschaft, von der am 13. September 2013 die Online-Ausgabe der Zeitung Neue Westfälische berichtete. In Zeiten, in denen von Lebensmittelskandalen geschrieben wird, können so frische Bioeier bezogen werden. 7

Eine Huhnpatenschaft übernehmen

Skandale in der Lebensmittelherstellung haben so manch einem den Appetit verdorben. Tierhalten beklagen die hohen Haltungskosten. Zwei findige Damen aus dem Kreis Gütersloh haben eine Möglichkeit gefunden, wie beide Parteien sich gegenseitig unterstützten können. Sie entwarfen die Huhnpatenschaft. Was sich bereits in Zoos bewährt hat, kann natürlich auch auf dem eigenen Hof funktionieren. Der Pate bezahlt für das Huhn 15 Euro pro Monat und erhält dafür 25 Eier im Monat. Maximal sieben Eier pro Woche kann er sich von „seinem“ Huhn am Außengehege selbst abholen. Selbstverständlich darf er dem Federtier auch einem Namen geben und erhält einen Patenbrief, in dem der Name des Huhns und sein Foto zu sehen sind.

Ein überzeugendes Konzept

Insbesondere Familien mit Kindern übernehmen gern eine Patenschaft für ein Huhn, da der Nachwuchs sich von dieser Idee leicht überzeugen lässt. Ohne selbst einen Hof oder Garten zu besitzen, kann das Gefühl erzeugt werden, für einige Zeit ein Huhn zu besitzen. Doch auch Erwachsene schätzen das Konzept, da sie so wissen, woher ihre Eier kommen. Sie können sich sicher sein, dass ihre Frühstückseier von einem glücklichen Huhn stammen. Außerdem haben viele bereits den ausgezeichneten Geschmack von Bioeiern erkannt. Die Tiere werden mit hochwertigem Biofutter gefüttert, erhalten hinreichend Auslauf und können sich in einen schönen Stall zurückziehen. Selbstverständlich gibt es für die Tiere zudem keine Doppelpatenschaften. Stattdessen wird mit Wartelisten gearbeitet, wenn alle Hühner vergeben sind. Auch dadurch wird der Grundgedanke von einer persönlichen Beziehung zum Eierlieferanten unterstützt.

Das Konzept der Hühnerpatenschaft findet nicht nur bei den Verbrauchern einen großen Anklang, sondern auch anderen Hühnerhaltern gefällt es. Aus diesem Grund wird über ein Franchise-System nachgedacht. Dadurch könnten mehr Menschen und Personen aus anderen Regionen Deutschlands ihr schmackhaftes Frühstücksei vom „eigenen“ Huhn auf den Tisch bekommen.

Quelle:

http://www.nw-news.de/owl/kreis_guetersloh/verl/verl/9194983_Sonntags-Ei_vom_eigenen_Huhn.html

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8 Kommentare zu „Dank Hühnerpatenschaft stets frische Eier

  1. Seit ich auf einem Bauernhof mal die Kükenzucht gesehen habe, möchte unbedingt die Patenschaft für ein Tier übernehmen. Interessant, dass insbesondere Familien mit Kindern gern eine Patenschaft für ein Huhn übernehmen, da der Nachwuchs sich von dieser Idee leicht überzeugen lässt. Ich möchte auch Eier von glücklichen Hühnern für mein Frühstück haben.

  2. Finde ich genial. Aber woher weiß ich, dass dieses Ei auch von meinem Patenhuhn stammt. M.E. nutzen Hühner gemeinsam Nester, denn es liegen oft mehrere darin und ein Huhn lässt sich leider nicht auf einen bestimmten Platz dressieren. Auf dem Land gebe ich auch nur die Eier vom jeweiligen Tag ab und die Kunden holen sich nicht täglich nur ein Ei ab.

    • Hallo Annett,

      die Eier werden von allen Hühnern zusammen gesammelt und man bekommt die Eier aus der Hühnergruppe, in der das Patenhuhn lebt. Bei den Patenschaften werden meistens weniger Eier abgegeben, als das Huhn tatsächlich legt. So können auch Hühnerpaten Eier bekommen, wenn sie zufällig ein nicht so fleißiges Huhn erwischt haben 🙂

      Liebe Grüße aus dem Eierschachtel-Team

      Meik

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