Geimpftes Huhn? Wenig Aufwand, weniger Ärger!

Ganz gleich, ob Hobbyhaltung oder professioneller Legehennenbetrieb: für viele Hühnerkrankheiten besteht Impfpflicht. Andere Impfungen sind freiwillig, empfehlen sich aber, um das Geflügel dauerhaft gesund zu erhalten. Den Bestand durchzuimpfen ist zum Glück in den meisten Fällen ganz leicht und unkompliziert.

Impfen? So einfach wie füttern!

Die meisten Geflügelimpfstoffe werden über das Wasser verabreicht. Eine Ausnahme besteht nur in der Impfung gegen die Marek’sche Krankheit, die dem Huhn injiziert wird. Zur Verabreichung über das Tränkwasser wird das Geflügel einfach höchstens 30 Minuten auf’s Trockene gesetzt. Mit dem entsprechenden Durst sollten sie die Impfdosis innerhalb von zwei Stunden zu sich genommen haben. Länger sollten die Hühner, besonders im Sommer, nicht ohne Wasser auskommen müssen, denn dann drohen Leistungseinbrüche bei der Eiablage und gesundheitliche Probleme. Der Spezialcocktail sollte in sauberen Plastikgefäßen zusammen mit klarem und kühlem Wasser gereicht werden. Gute Verbindungen zum örtlichen Geflügelzuchtverein zahlen sich aus: hier bekommt man die benötigten Impfstoffe oft deutlich günstiger als beim Tierarzt.

Von der Pflicht zur Kür

Nicht erst seit Zeiten der Vogelgrippe bestehen Impfpflichten. Der Gesetzgeber sieht regelmäßige Impfungen gegen Geflügelgrippe und das Newcastle-Virus vor. Diese Impfungen müssen auch vom Hobbyhalter nachgewiesen werden. Beide Erkrankungen sind hoch ansteckend, verbreiten sich auch über die Luft und über Staub und lassen den Bestand innerhalb weniger Tage verenden. Der Ärger und die Kosten einer nachgewiesenen Erkrankung des Bestandes stehen in keinem Verhältnis zum geringen Aufwand einer Impfung.

Wer Zuchttiere hält, sollte diese gegen die Marek’sche Hühnerlähme impfen lassen. Dieses Virus führt, wie der Name auch vermuten lässt, rasch zur Lähmung und damit zum Tod des Tieres. Küken können in der ersten Woche ihres Hühnerlebens gegen die Rote Küken-Ruhr (Coccidiose) behandelt werden. Dies ist eine Durchfallerkrankung, die erwachsenen Tieren meist nicht gefährlich wird, die Küken dafür umso schneller dahinsiechen lässt. Wer mit seinen Hühnern, zum Beispiel im Rahmen von Zuchausstellungen, auf Reisen geht, kann seine Tiere auch gegen die Infektiöse Larynggotracheitis und Bronchitis impfen. Die Impfungen sind in der Regel nicht verpflichtend.

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8 Kommentare zu „Geimpftes Huhn? Wenig Aufwand, weniger Ärger!

  1. Hallo!
    Ich wüsste gerne ob man eine Junghenne auch noch gegen Marek impfen lassen kann oder ob das nur bei Küken geht.
    Danke!

  2. Ich komme aus Naumburg habe eine Hobby Hühner zucht Würde natürlich auch meine Hühner gerne impfen leider bekomme ich keine Informationen darüber wo ich das machen kann
    habe auch Einige Küken

  3. Hallo! Ich bin keine Züchterin, doch ich rege mich darüber auf, dass allein im Raum Vechta/Cloppenburg ca. 550.000 Tiere gekeult wurde, weil irgendwo in den Betrieben die Vogelgrippe nachgewiesen sein sollte. Wie grausam ist das? Warum wird anscheinend das Friedrich-Löffler-Institut als alleiniger Ratgeber für die Entscheidungen der Behörden genutzt? Das Leben der Hühner, Enten, Puten in den Massentierhaltungen ist eh schon grausam, das Töten sowieso. Es ekelt mich einfach nur an.
    Nun finde ich hier Hinweise, dass anscheinend Hobbyhalter ihre Tiere impfen lassen sollten gegen die Vogelgrippe. Ja, dürfen die das? Warum werden dann immer wieder Tiere aus kleinen Beständen mitgekeult? Warum werden Bio-Betriebe mit Freilandhaltung gezwungen ihre Tiere im Stall zu lassen, wo sie fast verrückt werden, und die Stallpflicht besteht seit vielen Monaten?

  4. Würde mich auch interessieren, wo ich einen Impfstoff für 10 Hühner her bekomme. Als ich einmal mit einem schwächelnden Huhn beim Tierarzt aufkreuzte, hatte der nur drei Fragezeichen auf der Stirn

    • Bei unserem Tierarzt wird man auf eine Liste geschrieben zwecks sammelbestellung , da es die Impfung nur in 10000 er Einheiten gibt …..
      alle 3 Monate kann man dann seinen Teil abholen ….

  5. Mich würde auch interessieren, wo man Impfstoffe beziehen kann. Hier impft der Verein ausschließlich gegen NC und viele Vereine im Umkreis gar nicht. Tierärzte , die Hühner behandeln gibt es ebenfalls nicht.

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